Südafrika Apartheid

Südafrika Geschichte – Die Apartheid und Ihre geschichtlichen Folgen

Die Ära der Apartheid in Südafrika

1910 schlossen sich die unabhängigen Burenrepubliken mit den englischen Kolonien zusammen und bildeten die Südafrikanische Union, mit der ein moderner demokratischer Staat gegründet und gesichert wurde. Dieser demokratische Staat berechtigte allerdings nur die weiße Bevölkerung zu freien Wahlen. Somit wurde die Politik der Rassentrennung nach Gründung der Union eingeleitet.

Mit dem Inkrafttreten des “Native Land Act” (Eingeborenenland-Gesetzes) 1913 wurden der schwarzen Bevölkerung Reservate zugesprochen, die eine Fläche von anfangs 7,5% und später 13% Südafrikas betrugen. Dieses Land stand zu ihrer alleinigen und freien Verfügung, damit war ihnen aber gleichzeitig ein Anspruch auf die restlichen 87% ihres Heimatlandes untersagt.

      

 Botha - Gründungsvater der Apartheidspolitk

Botha - Gründungsvater der Apartheid in Südafrika

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Südafrika Apartheid

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Die Zwangsumsiedlung in die zugewiesenen Reservate schuf die, mittels Isolation und Aufsplitterung der schwarzen Bevölkerung, Grundlage für die folgenschwere Politik der Apartheit (Aussonderung). Aufgrund des fehlenden Wahlrechts und eines Streikverbots für die Nicht-Weißen gab es keinerlei Möglichkeiten des politischen Protests ohne rechtliche Konsequenzen.

So wurden der zu Ruhm erlangte “African National Congress” (ANC), die heutige Regierungspartei, und weitere Widerstandsbewegungen ins Leben gerufen, um die Rechte der Schwarzen zu vertreten und Besserung zu bringen. Anfangs wenig effektiv, führte die weiße Regierung ihre Rassentrennung unbehelligt weiter.

Mit verbesserter Organisation des Widerstands wuchs die Verunsicherung der Weißen. Mit wachsender Angst verhalf die weiße Bevölkerung 1948 der rechtskonservativen Nationalpartei des Landes zu einem einzigartigen Wahlsieg, der deutliche Maßnahmen gegen die schwarze Bevölkerung zur Folge hatte. In dieser Phase der Geschichte wurde der Begriff “Apartheid” erheblich geprägt.

Nicht mehr die ökonomische Trennung der Rassen stand im Vordergrund, die Nicht-Weißen wurden zunehmend in ihrer Privatsphäre kontrolliert. Ehen zwischen verschiedenen Rassen wurden verboten, in öffentlichen Einrichtungen, Behörden, Verkehrsmitteln und sogar Toiletten wurde die Rassentrennung eingeführt.


 

De Klerk - Die Wende in Südafrika - Ende der Apartheidspolitik

De Klerk - Gründungsvater eines Neuen Südafrikas

Südafrika Apartheid

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In den folgenden Jahren vertieften die Präsidenten Südafrikas den rechtsextremen Umgang mit der schwarzen Bevölkerung. Die Apartheidsgesetzgebung wurde verschärft und verfeinert. In den Reservaten wurden begrenzte Selbstverwaltungen eingeführt, um sich der Verantwortung der schlechten wirtschaftlich und sozialen Lage in diesen zu entziehen.

Die Umgestaltung der Reservate in quasi-autonome Homelands setzte die Apartheidsregierung als territoriales Mittel zur Seperation ein, um formell unabhängige Staaten der Schwarzen in Südafrika zu schaffen und den Bewohnern eine Scheinunabhängigkeit zu zugestehen.

Die Homelands unterlagen inoffiziell jedoch wirtschaftlicher, finanzieller und militärischer Abhängigkeit. Letzten Endes waren sie lediglich vom übrigen Staatsgebiet abgetrennte Reservate für die Nicht-Weißen.

Die ANC entwickelte sich allerdings zu einer widerstandsstarken Organisation im Kampf gegen Abhängigkeit und Ungerechtigkeit.

Es folgten massenhafte Proteste und die Militarisierung und Untergrundarbeit der schwarzen Widersacher

     

Apartheid in Südafrika

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Das Ende der Apartheid - Stimmzettel - Demokratische Wahlen in Südafrika

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Ein bedeutsames geschichtliches Ereignis war dabei der brutale Niederschlag einer riesigen Schülerdemonstration 1976 in Soweto, bei der über 500 junge Menschen getötet wurden. Die eingesetzte Waffengewalt der weißen Staatsmacht hatte Unruhen im ganzen Land zur Folge.

Der ANC ging ebenfalls zum bewaffneten Kampf über, so dass sich Südafrika mehr und mehr zum Polizeistaat entwickelte. Der konsequente Widerstand und Sanktionen der internationalen Staatengemeinschaft führten Anfang der 90er Jahre zum Ende des Apartheidssystems.

1989 gestand der letzte Präsident des alten Südafrikas, Frederik Willem de Klerk, das Scheitern der Apartheidspolitk ein. Aber auch wirtschaftlich war das Land auf Grund jahrelange Handelsembargos am Ende.

Dieser desolate Zustand der Wirtschaft führte ebenso gewichtig zum Zusammenbruch Südafrikas. Damit war der Weg für die ersten freien Wahlen seit 1910 in Südafrika gelegt.

      

Südafrika Geschichte - Demokratie in Südafrika - Die ersten Wahlen nach der Apartheid

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